Stressresilienz- und Achtsamkeitstrainerin

Ausbildungen und Berufserfahrung

  • Ausbildung als Krankenschwester ( 1989/1991)
  • Ausbildung zur Fachkrankenschwester für Psychiatrie (2004/2006)
  • Praxisanleiterin für Pflegeberufe (2012/ 2013)
  • Praxiserfahrung in der  Kinder und Jugendpsychiatrie  und Erwachsenenbereich, Betreutes Wohnen und Forensik.
  • Praxiserfahrung, Psychosomatische Rehaklinik für Erwachsene.
  • Stressbewältigungs- und Achtsamkeitstrainerin, Ausbildung beim DFME Deutsches Fachzentrum für Achtsamkeit.
Es macht mir eine große Freude  die Erfahrungen der Achtsamkeitspraxis den Teilnehmern meiner Kurse zu vermitteln.
Zu sehen wie sich jeder Teilnehmer von Woche zu Woche entwickelt macht mich sehr glücklich!

 

 

Seit 30 Jahren arbeite ich nun in der Psychiatrie in verschiedenen Abteilungen.

 

Leider habe ich festgestellt, dass an Arbeitsplätzen psychosozial Tätiger der Alltag immer achtloser gestaltet wird. Die gesundheitlichen Arbeitsbelastungen steigen durch die Arbeitsverdichtung, die immer mehr steigenden Patientenzahlen, die Bürokratie, Fachkräftemangel und die dadurch entstehende Zeitnot. Dies hat zur Folge das immer mehr Mitarbeiter den Belastungen nicht mehr gewachsen sind. Zu beobachten ist, dass psychische Erkrankungen auch unter Mitarbeitern zunehmen.

 

Wir sind mit immer mehr Reizen und Aufgaben konfrontiert, wir sind immer in Eile. Multitasking wird eingesetzt mit der Folge, das viele Fehler passieren, weil wir nicht im Augenblick präsent sind. In den Alltagstätigkeiten ist es ja völlig normal, dass wir nicht präsent sind.Wir telefonieren oder lesen E-Mails, wenn wir mit Klienten reden und versuchen noch nebenbei mit dem Arzt die Behandlung zu besprechen. Haben sie mal beobachtet, wieviel Fehler passieren, weil wir nicht präsent sind, sondern vieles auf einmal erledigen?

 

 Achtsamkeitstraining hat die Haltung zu mir selbst und zu den Patienten verändert.

 

Auch die Haltung in der Teamzusammenarbeit kann sich sehr positiv verändern.

 

Nur muss ich leider immer wieder feststellen, dass das Kultivieren einer achtsamen Haltung in den letzten Jahren sehr gelitten hat. Wir sind alle Einzelkämpfer geworden. In vielen Teams fehlt heute die Zeit, um eine gemeinsame Haltung zu reflektieren und zu entwickeln.

 

Wenn einer Einrichtung Achtsamkeit wichtig ist,  sollte sie dafür sorgen, dass zeitliche und organisatorische Räume geschaffen werden um Achtsamkeit zu pflegen und auch zu leben.

 

Achtsamkeit ist nicht nur eine Strategie, sondern eine Haltung die wir als Fachkräfte uns selbst und anderen Menschen gegenüber einnehmen.

 

Achtsamkeit ist eine Haltung, die den Umgang mit psychischen Störungen grundlegend verändern kann. Bei der Einführung von Gruppen sollten nicht nur Achtsamkeitsgruppen eingeführt werden, es ist vor allem wichtig eine Atmosphäre zu schaffen, die sich in allen Ebenen wiederfindet. Damit meine ich auch auf der Leitungsebene.

 

Eine achtsame Grundhaltung wirkt sich auf die Behandlungsqualität der Klienten aus aber auch auf das Wohlbefinden von Teams und Personal.